Arbeitsmarkt: Es werden tausende Fachkräfte benötigt
Arbeitsmarkt: Im Finanzsektor werden tausende Fachkräfte benötigt
Die Banken und Finanzdienstleister in Deutschland leiden zunehmend unter dem Fachkräftemangel, im vergangenen Quartal wurden aller Wirtschaftsschwäche zum Trotz mehr Mitarbeitende gesucht als im selben Zeitraum des Vorjahres. In der Bankenhauptstadt Frankfurt an Main macht sich der Personalmangel besonders bemerkbar.
Bundesweit fast 40.000 Stellenausschreibungen
Insgesamt trübt sich der Arbeitsmarkt wegen der mauen Wirtschaftslage gerade eher ein, aber in der Finanzbranche scheint die Personalnot nach wie vor groß zu sein. Das belegt eine aktuelle Studie der Index-Gruppe, deren Ergebnisse zunächst vom Nachrichtenportal Bloomberg veröffentlicht wurden. Alles in allem haben Banken und Versicherungen im zweiten Quartal des laufenden Jahres bundesweit 38.636 Stellen ausgeschrieben, gegenüber dem Vorjahresquartal ist das ein leichtes Plus.
Gesucht werden laut Studie in erster Linie Fachkräfte für die Bereiche künstliche Intelligenz (KI), Regulatorik, Risikomanagement sowie Sustainable Finance.
Im Standort Frankfurt ist der Bedarf am größten
Nach Städten betrachtet wird in Frankfurt am Main am meisten nach Finanzfachkräften gesucht. Im zweiten Quartal des laufenden Jahres wurden laut der Index-Studie dort 3.958 Stellenanzeigen geschaltet – ein Wert, der nur wenig von dem des Vorjahreszeitraums abweicht.
Auf Platz zwei der Untersuchung landet Berlin, mit 2.976 ausgeschriebenen Stellen, gefolgt von München mit 2.185 Ausschreibungen. In Hamburg wurden im letzten Quartal 1.567 Fachkräfte gesucht, und in Düsseldorf 1.419.
Köln ist die erste Stadt, in der mit 776 Stellenausschreibungen der Bedarf an Finanzexperten unter 1.000 fällt. Stuttgart folgt mit 766 Ausschreibungen, und Nürnberg mit 522. Hannover belegt mit 464 Ausschreibungen den vorletzten Platz unter den ausgewiesenen Städten, Schlusslicht ist Karlsruhe mit 273 Stellen.
Kommende Flut an Ruheständlern belastet die Branche
Die Zahlen zeigen, dass die Personalabteilungen im Finanzsektor einer Entwicklung entgegensteuern wollen, die sich bereits jetzt klar abzeichnet: Die Boomer-Banker gehen in Rente. In vielen Finanzunternehmen werden sich in den nächsten zehn Jahren etwa ein Drittel der Belegschaft in den Ruhestand verabschieden.
Um diesen personellen Aderlass abzufedern, setzen Banken, Fintechs und Finanzdienstleister zunehmend auf die Ausbildung von Nachwuchs. Laut den Zahlen der Index-Studie war rund jede zehnte Stellenausschreibung im zweiten Quartal dieses Jahres ein Ausbildungsangebot.
Grundlage der Index-Auswertung ist die Analyse der Stellenmärkte von fast 200 Printmedien, über 300 Online-Stellenbörsen, das Online-Stellenangebot der Bundesagentur für Arbeit sowie die Karriereseiten von etwa 900.000 Unternehmen.
Mit Mitarbeiter-Benefits für neue Kolleginnen und Kollegen werben
Vor dem Hintergrund der Index-Zahlen wird klar: Der Fachkräftemangel im Finanz- und Banken-Business sorgt auch für einen verschärften Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt. Deshalb müssen Arbeitgeber im Finanzsektor mittlerweile mehr bieten als ein attraktives Einstiegsgehalt – gerade für junge High Potentials sind Benefits zunehmend ein wichtiger Faktor bei der Entscheidungsfindung für oder gegen einen Arbeitgeber.
Ein gutes Beispiel für einen solchen Mix an Mitarbeiter-Angeboten liefert das Finanzdienstleistungsunternehmen tecis. Derzeitige und zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von tecis profitieren nicht nur von flexiblen Arbeitszeiten und einer Homeoffice-Option, sondern auch von Rabatten und Mitarbeiterbeteiligungen. Zudem wird tecis von vielen Mitarbeitenden eine moderne Unternehmenskultur bescheinigt.
Dieses Bewertungsergebnis sowie weitere Benefit-Beispiele finden sich hier auf der kununu-Seite des Finanzdienstleisters.