Geheimtipp Weyher
Mit gerade mal 600 Einwohnern liegt das kleine Pfälzer Winzerdorf malerisch versteckt am Fuße des 618 m hohen Blätterberges am Eingang des Modenbachtales. Am geschützten Haardtrand gelegen, umgeben von Weinbergen, kann man dort durch das milde, gesunde Klima mediterrane Vegetation finden, wie Feigen, Zitronen, Esskastanien und vieles mehr. Viele markierte Wanderwege regen zu ausgiebigen Touren und Ausflügen an. Rustikale, gastfreundliche Hütten laden zu einer Rast bei deftigen Pfälzer Spezialitäten und einem kühlen Wein ein.
Der Weinbau ist bereits seit den ersten urkundlichen Erwähnungen Weyhers im achten Jahrhundert schriftlich nachgewiesen. Aber bereits aus römischen Zeiten um 100–350 n.Chr. wird vom Weinanbau in Weyher berichtet. Die ausgezeichnete Qualität des Weyherer Weins wurde bereits 1316 hervor gehoben.
Durch die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Hotels, Gaststätten, Weinstube, Pensionen und Ferienwohnungen brachte es der Ort zum Prädikat „Anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde“. So erfreut sich Weyher, als ein Geheimtipp, in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit bei Feriengästen und Erholung Suchenden.
Der Name „Weyher“ leitet sich vom lateinischen Wort „Villa“ ab, da der Ort schon zur Römerzeit besiedelt war. Davon künden Funde verschiedener der damals üblichen Steinsärge und Grundmauern einer römischen Villa. Die erste urkundliche Aufzeichnung und Benennung des Ortes erfolgte im sogenannten „Lorscher Codex“ des Jahres 777. Somit kann Weyher auf eine mehr als 1200 jährige Geschichte zurück blicken. Das alte Rathaus von 1609, welches in den letzten Jahren renoviert wurde, stellt heute ein Schmuckstück der Gemeinde dar. Weiterhin sind sehenswert die Kirche „St. Peter und Paul“ von 1717 und das imposante alte Schulhaus/Rathaus, das ausgebaut, erweitert und zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut wurde.
Der Ort hat aber noch weitere Besonderheiten zu bieten, denn im Kirchturm läutet beispielsweise das älteste zusammenhängende Kirchenglockengeläute der Pfalz. Folgende Geschichte findet man in alten Büchern dazu: »1794 retteten junge Männer aus dem Dorf die Glocken vor dem Zugriff der französischen Revolutionsheere. Die Glocken, von den Soldaten bereits vom Turm geholt, sollten am nächsten Tag abgeholt und eingeschmolzen werden. In der Nacht schafften die jungen Männer die Glocken aus dem Dorf und vergruben sie in einem frisch gerodeten Weinberg. Wegen der Verschwiegenheit und dem Zusammenhalt der Gemeinde konnten die Glocken trotz Repressalien der Franzosen nicht gefunden werden. Nachdem 1804 die Gefahr vorüber war, wurden die Glocken wieder aus der Erde geholt und unter großem Jubel der Einwohner wieder an ihren angestammten Platz gebracht.« RS
Mehr unter: http://www.weyher.de


