Urlaubsregion Freinsheim
„Das pfälzische Dorf Freinsheim, in dem ich geboren bin, fließt über von Geschichte, Wein und Obst.“ So beschrieb Hermann Sinsheimer die Kindheitserinnerungen seines Geburtsort. Ihm zu Ehren verleiht die Stadt Freinsheim seit 1983 in ungeraden Jahren den „Hermann-Sinsheimer- Preis“ für Literatur und Publizistik.
Freinsheim liegt geschützt in einer Senke der lößbedeckten Vorhügelzone des Pfälzer Waldes und bei dieser sonnenverwöhnten und geschützten Lage ist es kein Wunder, dass Wein und Obst hier so prächtig gedeihen. 200 Hektar Obstanlagen und 484 Hektar Rebflächen umgeben den Ort. Vier bekannte Lagennamen, wie Goldberg, Musikantenbuckel, Oschelskopf und Schwarze Kreuz, kennzeichnen die Freinsheimer Weine. Bereist im Jahre 774 n. Chr. wurde der Freinsheimer Weinbau urkundlich belegt, welcher wie überall hier in der Pfalz meist durch römische Siedler aus dem Mittelmeerraum mitgebracht wurde. Jetzt im Herbst ist Hochkonjunktur bei uns, denn jetzt werden die Keller für den neuen Wein vorbereitet, die Weinlese ist in vollen Gange und überall duftet es nach Wein. Das lockt natürlich auch zahlreiche Besucher in die Pfalz. Der Wein öffnet die Herzen, und die Winzer, die ihn bereitstellen, haben schon lange ihr Herz an den Wein verloren. Sie sind immer bereit, die köstlichen Lagen auf Flaschen gezogen - sei es als Riesling, Dornfelder oder auch Chardonnay - aus ihrem kühlen Keller ans Tageslicht zu holen, um sie ihren Gästen zu kredenzen. Unweit der Deutschen Weinstraße gelegen, bietet Freinsheim seinen Einwohnern und Gästen Ruhe und Gemütlichkeit, aber eben auch alles was die traditionelle Freude am Feiern mit sich bringt.
Das idyllische Städtchen Freinsheim mit seinen rund 5000 Einwohnern, auch das „Rothenburg der Pfalz“ genannt, lädt mit seinen schmalen Gässchen und romantischen Winkeln zum Bummeln ein. Hier scheint die Zeit noch stehen geblieben zu sein und die vergangenen Zeiten werden auf Schritt und Tritt wieder lebendig. Die mittelalterliche Ringmauer mit seinen Türmen und Toren, welche die Altstadt umschließt, zählt zu den schönsten und vollständigsten Befestigungsanlagen in der Pfalz. Die etwa 1,3 km lange Mauer wurde aus rotem Sandstein, vermutlich im 15. Jahrhundert erbaut und war ursprünglich zwischen sieben und acht Metern hoch. Zwei Tore, das wuchtige Eisentor und das Haintor, sicherten bis zu Anfang des 19. Jahrhunderts die beiden einzigen Zugänge zum Ort. Ein Rundgang um die Freinsheimer Stadtmauer vermittelt dem Besucher faszinierende Einblicke in Kultur und Geschichte der Stadt und zugleich ein stimmungsvolles Erlebnis. Weinumrankte Sandsteinmauern, farbenfrohe Bauerngärtchen und hübsche Arkadengänge zieren den Rundweg. Unzählige liebenswürdige Bauwerke, die mit Sorgfalt und Sinn fürs Auge restauriert ein Ensemble darstellen, lehnen sich an die Stadtmauer. Ein mittelalterlicher Barockgarten mit dem angeschlossenen Apotheker Garten wird von den Einheimischen mit viel Sorgfalt gepflegt und man kann sich über allerlei Heilkräuter, welche oft schon in Vergessenheit geraten sind, neu informieren.
Der idyllisch gelegene Weinort Freinsheim bietet auch beste Voraussetzungen für unbeschwerte Wanderfreuden und erholsame Spaziergänge, denn ein dichtes Netz gut markierter Wanderwege führt zu ausgesuchten Zielen in der Freinsheimer Gemarkung oder weit hinein in den Pfälzer Wald.



