Feigen

Feigen am Baum
Feigen am Baum
Feige aufgeschnitten
Feige aufgeschnitten

Anspruchslos, genügsam und dennoch etwas ganz Besonderes – die Feige. Fast meint man, eine Parallele zwischen dieser Frucht und ihren Anbauern ziehen zu können. Die Feige, namentlich die erste erwähnte Pflanze der Bibel, ist in der Pfalz zu Hause. Hier findet man sie zu Hauf, sei es in sonnigen Innenhöfen oder auf der bekannten Deidesheimer Deichelgasse, im Volksmund einfach genannt „Feigengasse“.

Die Feige  hat so einiges zu bieten, ist sie doch eine der ältesten Pflanzen der Welt; 11400 Jahre kann man ihre Wurzeln zurückverfolgen und konnte sich dadurch über Jahrhunderte bewähren. Heimat und Wildform der echten Feige sind zwar nicht bekannt, aber es wird vermutet, dass sie ihre Wurzeln im Mittelmeerraum hat. Sämtliche antiken Hochkulturen des mesopotamischen Weltreichs sowie des Mittelmeerraumes kannten und nutzten diese Frucht. So bauten die Assyrer sie schon 3000 v. Chr. in ihren Gärten an und von den Griechen wurde sie 700 v. Chr. eingeführt. Ohne Zweifel wussten die Menschen den Wert der Feige schon immer zu schätzen. Die Athener waren sogar so stolz auf ihren Anbau, dass sie den Ausfuhr der Früchte einfach  verboten.

Mit ihrer Vorliebe für ein sonniges, mildes Klima findet man sie besonders in Weinanbaugebieten, kein großes Wunder also, sie hier in der „mediterranen“ Pfalz vorzufinden. Daher mag es kommen, das Feigengerichte so wunderbar mit Wein harmonieren. Die Feige ist vielseitig einsetzbar, sei es als Dessertwein, der von den Winzern aus dem Saft reifer Feigen hergestellt wird, Käse, Kaffee oder als Zutat für Konditoren und Confissoren - diese Frucht bietet für jeden Geschmack etwas.

Etwas Anrüchiges haftet der Feige auch an, sie ist sowohl ein Symbol für das weibliche Geschlecht, wie ihr auch aphrodisierende Eigenschaften zugesprochen werden,für diesen Zweck werden bei den Arabern auch Feigen selbst gegessen.

In jedem Fall können Sie sich auf eine wohlschmeckende Überraschung freuen wenn sie in einer der vielen Pfälzer Gaststuben ein Feigengericht zu sich nehmen.