R.E.M. Ausstellungen Mannheim
Die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim (rem genannt) haben sich in den letzten Jahren zu einem international agierenden Museumskomplex entwickelt. Mit der Verbindung von vier Ausstellungshäusern und zahlreichen Forschungsstellen und Instituten sind sie an der Nahtstelle von Natur- und Geisteswissenschaften, Technik und Vermittlung tätig.
In den Bereichen Archäologie, Weltkulturen und Fotografie zählen sie heute zu einem herausragenden Ausstellungsstandort und bedeutenden Forschungszentrum in Deutschland und Europa. Auf nationale und internationale Aufmerksamkeit stoßen auch die Sammlungen des Museums Zeughaus zur Kunst- und Kulturgeschichte, Theater- und Musikgeschichte und Fotografie sowie zur Antike oder auch zur Geschichte Mannheims und der Region.
Eine Auswahl der aktuellen und geplanten Ausstellungen:
3.6.2012 – 29.7.2012
Artur Pfau (1909-2002) – Fotograf und Chronist seiner Zeit
Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Weltkulturen D5
Die Reiss-Engelhorn-Museen präsentieren in Kooperation mit dem Stadtarchiv Mannheim ab dem 3. Juni 2012 die Fotografie-Ausstellung „Artur Pfau (1909-2002) – Fotograf und Chronist seiner Zeit“.
Arthur Pfau wurde 1909 in Bad Godesberg geboren. 1937 wurde Mannheim zu seiner Wahlheimat. Pfau schuf eindrucksvolle Bilddokumente, die Mannheim vor, während und nach dem II. Weltkrieg zeigt. Die Ausstellung vereint 150 ausgewählte Fotografien aus seinem Werk. Zu sehen sind neben dem thematischen Schwerpunkt mit Stadtaufnahmen Mannheims auch Architektur- und Industriefotografien, die in ganz Deutschland entstanden sind. Seine Auftragsarbeiten gehen über eine reine Dokumentation hinaus und lassen eine eigenständige künstlerische Bildsprache mit oft harten Kontrasten erkennen. Die Ausstellung ist bis zum 29. Juli im Museum Weltkulturen D5 zu sehen.
_____________________________________________________________
20.5.2012 – 26.8.2012
Hijacked 2
ZEPHYR – Raum für Fotografie, Museum Weltkulturen D5
Ab dem 20. Mai 2012 zeigt ZEPHYR – Raum für Fotografie die Ausstellung „Hijacked 2“ erstmalig in Deutschland. Die Schau präsentiert Arbeiten von 32 jungen deutschen und australischen Fotografen und Fotografinnen und bietet eine breite Auswahl unterschiedlicher fotografischer Positionen. Zu sehen ist die Schau im Museum Weltkulturen D5 der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim. „Hijacked 2“ wird in Australien und Deutschland in Kooperation mit dem Goethe-Institut Australien präsentiert. Das Projekt startete 2010 im Australian Centre of Photography, Sydney (ACP) und wurde in der Folge in Canberra, Melbourne, Brisbane, Adelaide und Perth gezeigt.
Die Ausstellung präsentiert Fotografien zeitgenössischer Künstler der jüngeren Generation, die abseits des Mainstream vielschichtige Bildwelten aufspüren und in ihrer Fotografie festhalten. Die fotografischen Positionen reichen dabei von eindrücklichen Porträts über spannungsgeladene Dokumentarfotografien bis zu facettenreichen Momentaufnahmen des alltäglichen Lebens oder dessen Inszenierung. Der Bildkosmos zeigt vor allem die junge Generation, die Grenzgänger und Randexistenzen beider Gesellschaften.
Im Zentrum der Ausstellung steht der interkulturelle Bild-Dialog zwischen beiden Ländern sowie dem Betrachter, der eingeladen ist, die unterschiedlichen fotografischen Positionen Australiens und Deutschlands zu entdecken.
www.zephyr-mannheim.de
_____________________________________________________________
13.5.2012 – 13.1.2013
Benedikt und die Welt der frühen Klöster
Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Bassermannhaus für Musik und Kunst C4,9
Mit der Ausstellung „Benedikt und die Welt der frühen Klöster“ entführen die Reiss-Engelhorn-Museen ihre Besucher erneut ins Mittelalter. Ab dem 13. Mai 2012 widmet sich die Ausstellung der europäischen Klosterkultur der Benediktiner. Benedikt von Nursia gilt als Vater des abendländischen Mönchtums. Um das Jahr 529 gründete er in Italien das Kloster Montecassino, das zum Mutterkloster der Benediktiner wurde. Nach der von ihm verfassten Klosterregel leben bis heute Benediktiner auf der ganzen Welt. Die Benediktinerklöster waren Jahrhunderte lang Zentren geistigen Lebens.
Die Schau im Museum Bassermannhaus für Musik und Kunst vereint zahlreiche kostbare Exponate. Sie illustrieren den Alltag der Mönche und verdeutlichen die Bedeutung der Klöster für Bildung, Wirtschaft und Herrschaft. Die Präsentation stellt anschaulich dar, wie die Idee Europas ausgehend von seinen Klöstern Gestalt annahm. Die außergewöhnliche Bedeutung des benediktinischen Erbes für die abendländische Kultur zeigt sich in bedeutenden Handschriften sowie Gold- und Silberschmiedearbeiten von Weltrang. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 13. Januar 2013.
_____________________________________________________________
26.2.2012 – 2.9.2012
Sammeln!
Die Kunstkammer des Kaisers in Wien
Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Zeughaus C5
Kunstliebhaber erwartet ein ganz besonderes Highlight in den Reiss-Engelhorn-Museen: Die Kunst- und Wunderkammer der Habsburger ist zu Gast in Mannheim. Die Ausstellung "Sammeln! Die Kunstkammer des Kaisers in Wien" ist die erste Präsentation in der neu eingerichteten Dependance des Kunsthistorischen Museums Wien (KHM) in den rem.
Mehr als 140 einzigartige Meisterwerke führen die Vielfalt fürstlichen Sammelns vor Augen. Gefäße aus Gold, Bergkristall und Halbedelsteinen, Statuetten aus Bronze und Elfenbein, Objekte aus Kokosnüssen, Straußeneiern und Muscheln, Pietra dura-Arbeiten sowie Tapisserien dokumentieren die Leidenschaft, mit der die Habsburger über die Jahrhunderte raffinierte Kostbarkeiten zusammengetragen haben. Seit zehn Jahren ist die Kunstkammer in Wien wegen Renovierung geschlossen. Nur einzelne Stücke sind in dieser Zeit zu sehen gewesen. In dieser Fülle wurden die Schätze der Habsburger außerhalb Wiens jedoch noch nie gezeigt. Da die Kunstkammer im Dezember 2012 wiedereröffnet wird, werden die Stücke auch so schnell nicht wieder auf Reisen gehen. Die Reiss-Engelhorn-Museen bieten mit der Ausstellung "Sammeln!" also bis zum 2. September 2012 eine einmalige Gelegenheit, die seltenen Stücke in Deutschland zu bewundern.
_____________________________________________________________
11.12.2011 – 30.9.2012
Musik-Welten
Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Bassermannhaus für Musik und Kunst C4, 9
Mit der Ausstellung „MusikWelten“ schaffen die Reiss-Engelhorn-Museen einen sinnlichen Zugang zum Menschheitsphänomen Musik. Bis zum 30. September 2012 bietet die Schau im Museum Bassermannhaus für Musik und Kunst ein bewegendes Musikerlebnis. Mit insgesamt 230 außergewöhnlichen Exponaten – von ausgefallenen aztekischen Pfeifgefässen bis hin zu höfischen Orchesterinstrumenten aus Europa, Indien, Afrika und Japan – dokumentiert sie in eindrucksvoller Weise die Bedeutung der Musik für menschliche Kulturen weltweit.
Die Ausstellung bietet aber nicht nur Wissenswertes rund um das Thema Musik, sondern verspricht dank nutzerfreundlicher Technik ein eindrückliches Klangerlebnis. In jeder Eintrittskarte ist eine kostenlose Audioführung enthalten. Beim audiovisuellen Rundgang durch die Ausstellung erlebt der Besucher unterschiedliche Musik-Welten hautnah. Neben kurzen Hörtexten stimmen ausgewählte Klangbeispiele aus Rock, Pop und Klassik auf die unterschiedlichen Ausstellungsräume ein und schlagen so die Brücke zwischen den einzelnen Musiktraditionen. Ergänzt werden die auf diese Weise vermittelten Klangerfahrungen durch eine atmosphärisch dichte und außergewöhnliche Inszenierung mit Lichtinstallationen und Fotografien.
_____________________________________________________________
8.11.2011 – 3.6.2012
Ins Land der Kirschblüte
Japanische Reisefotografien des 19. Jahrhunderts
Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Zeughaus C5, Forum Internationale Photographie
Anlässlich des 2011 gefeierten 150jährigen Jubiläums der deutsch-japanischen Beziehungen präsentiert das Forum Internationale Photographie (FIP) der Reiss-Engelhorn-Museen die Fotoausstellung „Ins Land der Kirschblüte. Japanische Reisefotografien des 19. Jahrhunderts“. Bis zum 3. Juni 2012 eröffnen ausgewählte Fotografien dem Besucher einen ganz besonderen Blick auf die Anfänge der Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und Japan. 200 größtenteils noch nie gezeigte Reisefotografien laden dazu ein, Japan neu zu entdecken.
Der Besucher wandelt entlang der typischen Reiseroute des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Während imposante Städteansichten von der rasch fortschreitenden Industrialisierung und Urbanisierung Japans im Aufbruch zur Moderne zeugen, vermitteln die Fotografien von Teehäusern und kunstvoll angelegten Park- und Tempelanlagen einen faszinierenden Eindruck vom Facettenreichtum und dem Fortbestand traditioneller japanischer Kultur.
www.rem-mannheim.de
_____________________________________________________________
Chinesisches Kulturjahr 2012: Mannheim lockt mit hochkarätigem Programm
„Mannheim hat seit vielen Jahren ein sehr enges Verhältnis zu China“, sagt der ehemalige Bürgermeister Dr. Norbert Egger. „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir uns aktiv am Kulturjahr China beteiligen und in unserer Stadt aus diesem Anlass einiges auf die Beine stellen“. Am vergangenen Mittwoch präsentierten Chinaexperte Egger und weitere Initiatoren in den Reiss-Engelhorn-Museen das außergewöhnliche Programm der Kurpfalz-Metropole zum chinesischen Kulturjahr. Mannheim belegt mit diesen hochwertigen Veranstaltungen einen Spitzenplatz in Deutschland.
2012 ist für Deutschland und China ein besonderes Jahr. Vor 40 Jahren nahmen die beiden Länder ihre diplomatischen Beziehungen auf. Deshalb feiert Deutschland das „Kulturjahr Chinah“. Ein Jahr lang stellt das Reich der Mitte sein facettenreiches kulturelles Leben vor. Über 30 Städte beteiligen sich in Deutschland mit zahlreichen Veranstaltungen. Das Zentrum der Aktivitäten in Süddeutschland ist die Stadt Mannheim. Hier wirken verschiedene Partner am Kulturjahr mit. Das Spektrum reicht von Ausstellungen über Tanzvorführungen bis hin zum ersten deutsch-chinesischen Jugend-Fußballturnier.
Der ehemalige SPIEGEL-Redakteur Felix Kurz und der frühere Trainer der chinesischen Fußballnationalmannschaft, Klaus Schlappner, haben gemeinsam mit Egger das erste deutsch-chinesische Jugendfußballturnier ins Leben gerufen. Zwei Teams aus China kommen nach Mannheim und messen sich mit Nachwuchsmannschaften bekannter Vereine aus der Region. Das Turnier findet am 29. und 30. Juni statt. „Der Sport gehört zur Kultur und der Fußball spricht eine Sprache, die jeder auf der Welt versteht“, sagt Ex-Bundesligatrainer Klaus Schlappner, der seit rund 20 Jahren in China aktiv ist.
Auch der Mannheimer Luisenpark widmet sich 2012 mit zahlreichen Veranstaltungen dem Thema China – darunter die Ausstellung „Brokat – Der Stoff aus dem der Luxus ist“ (15.-26. August). Die Ausstellung zeigt, wie die edlen Stoffe mit außergewöhnlicher Kunstfertigkeit gewebt werden. Die Besucher dürfen sich auf filigrane Muster und kostbare Materialien freuen. Am 26. August verzaubert dann das Kinder-Ensemble Xiao Hong Hua („Rote Blümchen“) aus Nanjing die Open-Air-Bühne des Luisenparks. Die hochkarätige Performance-Truppe präsentiert traditionelle als auch moderne Formationen. Außerdem lädt der Chinesische Garten mit dem größten original chinesischen Teehaus Europas im Park zum Verweilen ein.
Eine außergewöhnliche Ausstellung in den Reiss-Engelhorn-Museen gehört ebenfalls zum Mannheimer Jubiläumsreigen. Sie vermittelt ab 16. September unter dem Titel „Architektur jetzt: China“ ein Bild der chinesischen Architektur zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Gezeigt werden die Werke junger und namhafter chinesischer Architekten. Futuristische Modelle stehen hier neben Versuchen die traditionelle chinesische Bauweise zu integrieren. „Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns in unseren Ausstellungen regelmäßig mit der faszinierenden und reichen Kultur Chinas. Dass wir passend zum Kulturjahr hier erneut einen Akzent setzen können, freut mich sehr. Es macht mich stolz, dass wir eine solche Präsentation nach Mannheim holen konnten“, so der Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen Prof. Alfried Wieczorek.
